KÄLTETHERAPIE
Die Anwendung von Kälte nach einer Verletzung ist weit verbreitet. Kryotherapie lindert den Schmerz effizient, die Kälte sorgt für das Zusammenziehen der Blutgefäße, wodurch im beschädigten Gewebe auch Blutungen und Schwellungen abnehmen. Die gesenkte Gewebetemperatur verzögert außerdem den Stoffwechsel, was weitere Beschädigung durch Sauerstoffmangel verhindert.
Wenn die Temperatur weiter sinkt, wird die Nervenaktivität unterdrückt. Die Blutgefäße nehmen wieder ihr ursprüngliches Volumen ein, wodurch warmes Blut das Gewebe wieder erwärmen kann. Die Schwellung nimmt zu, obwohl noch Kälte angewendet wird. Nach einiger Zeit werden die Nerven wieder warm, wodurch sich die Blutgefäße wieder verengen und ein neuer Zyklus von Abkühlen und Aufwärmen beginnt. Daher ist es wichtig, das Einwirken von Kälte auf die Verletzung auf zehn Minuten zu beschränken. Bei Entfernung der Kältequelle steigt die Hauttemperatur sofort an, aber die Temperatur der darunter liegenden Strukturen sinkt weiter. Daher ist es notwendig, nach dreißig Minuten die Kältequelle erneut für zehn Minuten anzubringen. In den ersten 24 - 48 Stunden nach einer Verletzung wird empfohlen, diesen Zyklus so oft wie möglich zu wiederholen. In den folgenden Tagen kann man die Verletzung drei bis fünf Mal täglich zweimal zehn Minuten mit einer Pause von einer halben Stunde abkühlen. Wiederholen Sie dies, bis die Verletzung verschwunden ist.
Quelle: R. Meeusen, P.Lievens, The Use of Cryotherapy in Sports Injuries, Sport Medicine 3:398-414 (1986) R.Kanlayanaphotporn, Janwantanakul P., Comparison of skin surface temperature during the application of various cryotherapy modalities, Arch Phys Med Rehabil.Jul, 86(7):1411-1415 (2005)
WÄRMETHERAPIE Lokale Wärme stimuliert die Durchblutung. Diese erhöhte Durchblutung entspannt die Muskeln und macht die Gelenke flexibler, sodass sie auch beweglicher werden. Wärme ist auch ideal bei schmerzhaften Muskelkrämpfen. |

























